Raclette: Pfännchen-Kreationen zu Silvester

Mit der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel beginnt auch die Zeit für Raclette. Kein Wunder, denn das traditionelle Raclette-Essen lässt sich einfach vor- und zubereiten, ist stressfrei und bietet etwas für jeden Geschmack. Vor allem aber ist das Raclette-Essen ein geselliges Beisammensein mit Familie und Freunden. Außerdem ist Raclette ein tolles Winteressen, denn es wärmt euch wunderbar von innen und macht unheimlich satt.

Wir zeigen euch einige unserer Lieblingspfännchen-Kreationen und geben euch außerdem Ideen zu Saucen, Dips und Beilagen. Auch an den Nachtisch haben wir gedacht. Überrascht eure Gäste doch einfach mal mit einem süße Dessert-Pfännchen vom Raclette-Grill. Wie das geht und was richtig gut dazu schmeckt, verraten wir dir hier.

Wer hat’s erfunden?

Ursprünglich stammt Raclette aus der Heimat des Käses – der Schweiz. Die Art des Servierens macht Raclette zu etwas ganz Besonderem: So wird beim traditionellen Schweizer Gericht der Hartkäse am offenen Feuer geschmolzen, geräuchert und an der Schnittfläche direkt vom Laib auf den Teller geschabt. Das gesellige Beisammensein gehört seither dazu, nur das offene Feuer wurde durch Raclette-Geräte ersetzt. Besonders an Festtagen, wie zu Weihnachten oder zu Silvester wird der Raclette-Tischgrill gerne in kleiner oder große Runde angefeuert.

Zutaten-Klassiker, die nicht fehlen dürfen

Ihr könnt eure Pfännchen je nach Geschmack mit unterschiedlichen Zutaten befüllen und die wildesten Kreationen entdecken. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse – einfach den Käse drüber und ab geht es unter den Grill. Als Anregungen für euren Raclette-Abend haben wir hier einige Zutaten-Ideen zusammengestellt:

  • Kochschinken, verschiedene Salamisorten, Nürnberger Bratwürstchen, Knacker oder Cabanossi, Schinkenwürfel, Wiener Würstchen, dünne Putenstreifen, Mett, Speck

  • Lachs, Garnelen, Thunfisch, Shrimps, Forelle

Besonders Vegetarier freuen sich über fleischfreie Zutaten fürs Raclette. Hier könnt ihr alles nehmen, was die Gemüseabteilung so hergibt.

  • z. B. Champignons, Gewürzgurken, Zwiebeln in Scheiben, Mini-Tomaten, Paprikawürfel oder Streifen, Mais, Oliven, Cornichons, Spargel, Bohnen, Zucchini, Frühlingszwiebeln

Weitere Zutaten zum Überbacken:

  • Tofu, gekochte Nudeln oder Spätzle, Honig, Nüsse, Avocado, Tortilla Chips, Nüsse, Eier

Härtere Gemüsesorten wie Karotten, Kartoffeln, Brokkolli, Blumenkohl oder Aubergine werden im Pfännchen nur schwer gar und sollten vorher bereits vorgegart werden. Das Gemüse solltet ihr vor dem Raclette-Abend in mundgerechte Stücke schneiden und in kleinen Schälchen auf dem Tisch platzieren. Auf diese Weise kann jeder Gast sich sein Gericht individuell zusammenstellen. Zum Anreichen eigenen sich außerdem besonders gut frische Brote, wie Baguette oder Ciabatta.

Zutaten für Raclette: Schinken, Gewürzgurken und Oliven

Welcher Raclette-Käse ist der Richtige?

Der Käse nimmt die Hauptrolle beim Raclette ein. Aber welche Käsesorte ist die Richtige für einen gelungenen Raclette-Abend?

Rund um Weihnachten und Silvester bekommt ihr in Supermärkten einen speziellen Raclette-Käse, der meist mit verschiedenen Aromen (wie Pfeffer oder Muskat) veredelt ist. Diese Art von Käse ist für die Zubereitung im Raclette vorgesehen, denn er schmilz besonders gut.

Falls ihr noch anderen Käse im Kühlschrank vorrätig habt, könnt ihr auch zu Mozzarella, Cheddar, Gouda, Feta aus Schafsmilch oder auch zu Camembert greifen. Probiert einfach aus, was euch am besten schmeckt. Jedoch solltet ihr darauf achten, dass der Käse einen Fettanteil von mindestens 40 % hat, damit er beim Schmelzen eine gute Konsistenz bekommt.

Camembert und Baguette  Käseplatte

Neben Käse gehören Dips und Saucen zum Raclette traditionell dazu und machen das Raclette-Essen erst so richtig vollkommen. Ob Kräuterbutter, Senf, Mayonnaise, Ketchup, Cocktailsauce, Aioli, Remoulade, Guacamole, Tzatziki oder Kräuterquark. Bietet euren Gästen bevorzugt eine breite Palette an Auswahlmöglichkeiten an. Wer die Mischung aus würzig-süß mag, für den empfehlen wir süße Dips wie Mangochutney, Preiselbeeren oder Feigensenf.

Pizza-Raclette

Pizza mag doch jeder und da mittlerweile beim Raclette (fast) alles erlaubt ist, haben wir für euch ein Rezept für eine Minipizza aus dem Pfännchen. Den Pizzateig könnt ihr nach eigenen Vorlieben belegen und zubereiten.

Zutaten

Für den Pizzateig:

  • 500g Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 600 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz
  • ½ Würfel frische Hefe

Für die Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel
  • 300 g Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und Kräuter nach Wahl

Zubereitung

  1. Löse die Hefe im lauwarmen Wasser auf.
  2. Gib nun das Olivenöl und das Salz hinzu.
  3. Füge jetzt das Mehl hinzu und knete alles zu einem Teig.
  4. Nun muss der Teig für 45 Minuten ruhen. Dafür legst du den Teig am besten in die Nähe eines Heizkörpers.
  5. Knete den Teig anschließend erneut auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche aus.
  6. Bereite nun kleine Stücke vor, die später in die Raclette-Pfännchen gepresst werden können.

 

Für die Tomatensoße:

  1. Schäle die Zwiebel und den Knoblauch und hacke beides in feine Stücke.
  2. Halbiere die Tomaten und entferne den Stielansatz und die Samen. Schneide das Fruchtfleisch in kleine Würfel.
  3. Erhitze in einem Topf das Olivenöl und füge die Zwiebel und Knoblauch hinzu. Gib die Tomatenwürfel hinzu und lass alles ca. 10 Minuten dunsten.
  4. Füge nun das Tomatenmark hinzu und würze alles mit Salz, Pfeffer und Kräutern. Nach weiteren 5 Minuten dünsten nimmst du alles vom Herd.

Wenn es an dem Abend etwas schneller gehen soll, so könnt ihr auch zu fertigem Pizzateig aus dem Kühlregal greifen. Bevor es ans Belegen geht, solltet ihr den Teig erst einmal roh unter den Raclette-Grill im Pfännchen legen. Sobald er anfängt aufzugehen und eine leichte Bräune angenommen hat, könnt ihr den Pizzateig mit euren Lieblingszutaten belegen. Zu guter Letzt sollte der Käse nicht vergessen werden. Hierfür eignen sich Mozzarella oder geraspelter Gouda.

Süßes vom Raclette-Grill

Raclette gibt es nicht nur in herzhaft und mit viel Käse. Auch die süße Variante ist eine gelungene Abwechslung auf dem Esstisch. Jeder kennt das bestimmt: Egal wie satt man ist, für etwas Süßes ist immer noch Platz und so darf nach dem deftigen Essen, ein feines Dessert nicht fehlen. Probiert beim nächsten Raclette-Abend doch einfach mal ein süßes Pfännchen aus. Hier zeigen wir euch ein paar Ideen für süßes Raclette.

Hierzu müsst ihr lediglich die Pfännchen nach dem herzhaften Genuss säubern. So braucht ihr nicht noch ein extra Dessert am Abend vorzubereiten – nur die Zutaten, die dürfen nicht fehlen. Für die stressfreie Dessertzubereitung empfehlen wir die süßen Variationen schon vorher anzurichten.

Wie wäre es mit Mini-Pfannkuchen mit Füllung als Nachtisch? Hierfür müsst ihr nur Pfannkuchen-Teig vorbereiten und ihn in den Kühlschrank stellen. Für den Pfannkuchen-Teig benötigt ihr folgende Zutaten:

Zutaten

  • 325 g Weizenmehl
  • 500 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 4 Eier (M)
  • 1 Teelöffelspitze Salz
  • 1 Packung Vanillezucker
  • etwas Butter zum Einfetten der Pfännchen

Zubereitung

  1. Heize den Raclettegrill an und fette die Pfännchen mit etwas Butter ein.
  2. Befülle das Pfännchen nun mit dem Pfannkuchenteig und belege ihn nach eigenen geschmacklichen Vorlieben.
  3. Stelle das Pfännchen unter den Raclette-Grill für ca. 5 Minuten, bis der Teig leicht gebräunt ist.
  4. Verfeinere deinen Mini-Pfannkuchen anschließend mit einem Topping deiner Wahl.

In euren Pfannkuchen könnt ihr eintauchen was das Herz oder der Gaumen begehrt. Folgende Zutaten eignen sich dabei besonders gut:

  • Früchte (tiefgekühlt, frisch oder aus der Konserve/Glas): Beeren, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Ananasstücke, Trauben, Feigen, Bananenscheiben, Apfelspalten, Pfirsiche, Mandarinen

Toppings zum Verfeinern

  •  Zimt, (Puder-)Zucker, Marmelade, Vanillesoße, Erdnussbutter, Likör z. B. Orangenlikör oder Eierlikör, Nuss-Nougat-Creme, Schlagsahne, bunte Streusel, Ahornsirup, Nüsse, Mandeln, Marshmallows, Krokant, Knuspermüsli, Kekse, Lebkuchen, Spekulatius, Kokosflocken, Honig

Falls ihr vom winterlichen Geschmack noch nicht genug habt, dann bereitet euch ein Apfel-Zimt-Crumble im Pfännchen zu.

Zutaten

  • 60 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 30 g brauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 50 g Haferflocken
  • 1 Prise Salz
  • 1 Apfel
  • Topping: Vanillesoße oder Vanilleeis
  • Optional: Rosinen, Krokant, gehackte Haselnüsse oder Marzipan

Zubereitung

  1. Vermenge alle Zutaten mit der Hand zu einer krümeligen Masse.
  2. Entkerne den Apfel und schneide diesen in ca. 1 cm dicke Spalten.
  3. Verteile auf jedes Pfännchen 2-3 Apfelscheiben und füge nun nach Belieben Rosinen, Krokant oder Marzipan hinzu.
  4. Anschließend verteilst du das Crumble drauf und lässt die Pfännchen unter dem Raclette-Grill für 5-10 Minuten bräunen.

Tipp: Das Crumble funktioniert natürlich auch mit anderem Obst, wie z. B. mit Pflaumen, Beeren und Birnen

Auch die Vanillesoße könnt ihr entweder fertig im Supermarkt kaufen oder ganz einfach selber zubereiten. Für die Soße benötigt ihr folgende Zutaten:

Zutaten

  • 150 ml Milch
  • 50 g Zucker
  • Mark einer Vanillestange oder 1 TL Vanillepaste
  • 150 ml Sahne
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Speisestärke

Zubereitung

  1. Erhitze die Milch und die Sahne bei niedriger Stufe in einem Topf.
  2. Gib nun das Eigelb, die Speisestärke, den Zucker sowie das Vanillearoma unter Rühren hinzu.
  3. Lass alles so lange köcheln, bis eine leicht dickliche Masse entsteht. Hierbei ständig rühren.

Zu Raclette trinkt man traditionell kein Wasser, da der fettreiche Käse im Magen verklumpen kann. Zu Käse harmoniert besser trockener Weißwein oder Rosé. Auch Kräuter– oder Schwarztee kann serviert werden, denn der Tee bringt bekanntlich die Verdauung in Schwung.

Lasst die kleinen Raclette-Pfännchen mit ihren unterschiedlichen Inhalten unter die Grillplatte wandern und genießt einen kulinarischen Abend.

 

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