Willkommen in unserem Reisetagebuch! Wir berichten euch hier, welche Etappenziele unsere Reise nach Indien und in die Welt des Darjeelingtees hat. Die Haupt-Etappen unserer Reise haben wir euch unten bereits in unser Reisetagebuch geschrieben 🙂 Viele weitere Einträge in Text und Bild werden in den kommenden Wochen fast täglich hinzukommen. Freut euch auf spannende Geschichten und Erkenntnisse, nicht nur zum Thema Tee.
Dies sind unsere Haupt-Etappen, die wir euch schon jetzt – vor unserem Abflug nach Mumbai – ein wenig erläutern und näher bringen möchten:
Die Darjeelingreise wird in Mumbai beginnen und uns im weiteren Verlauf mitten hinein in die Welt dieses berühmten Tees führen. Dabei tauchen wir in Geschichten ein, die weit über den Teeanbau hinausgehen. Von Mumbai geht es in Richtung Himalaya, nach Darjeeling und in die vielen Teegärten. Dort schauen wir uns nicht nur die Ernte und Produktion verschiedener Darjeeling Tees an, sondern werfen Blicke „hinter die Kulissen“. Später geht es weiter nach Kolkata, wo wir auf die lange Tradition des Teehandels in den Auktionshäusern treffen werden. Danach führt unsere Route nach Delhi und ins historische Alt-Delhi mit seinen Gebäuden aus der Mogul-Zeit und der britischen Kolonialzeit, den Straßen voller Menschen und Geschichten.
Von unserer Reise möchten wir euch aber nicht nur schöne Bilder zeigen, sondern auch erzählen, was alles hinter dem Darjeelingtee steckt. Deshalb nehmen wir euch in unserem Reisetagebuch mit auf diese besondere Reise… doch lest jetzt schon, wohin uns (hoffentlich) unsere Wege führen werden.

Ein Tee führt uns quer durch Indien
Unser Weg nach Darjeeling startet in Mumbai. Die Stadt liegt im Westen Indiens und zählt zu den größten Metropolen des Landes. Früher war sie unter dem Namen Bombay bekannt. Von dort reisen wir weiter nach Nordosten. Unser Ziel liegt in den Ausläufern des Himalaya. Dort erwartet uns Darjeeling mit seinen steilen Hängen und zahlreichen Teegärten. Damit folgen wir einer Spur, die uns direkt zu den Ursprüngen des Darjeelingtees führt. Denn bereits im 19. Jahrhundert begann dort der systematische Anbau von Tee.
Die ersten Versuche mit Teepflanzen in Darjeeling reichen bis in die 1840er Jahre zurück. In den folgenden Jahren entstanden die ersten kommerziellen Teegärten. Heute gehört Darjeeling zu den bekanntesten Teeanbaugebieten der Welt. Für uns bedeutet das vor allem eines: Wir wollen genauer hinsehen.

Zwischen Bergen, Nebel und Teegärten
Der Distrikt Darjeeling liegt in den Bergen und bietet damit ganz spezielle Bedingungen: die Teegärten ziehen sich über die Hänge und liegen auf unterschiedlichen Höhen und Himmelsrichtungen. Genau diese Unterschiede spielen beim Tee eine wichtige Rolle. Höhe, Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und die Lage der Gärten verändern die Wachstumsbedingungen. Deshalb kann Tee aus zwei verschiedenen Gärten ganz unterschiedlich schmecken. Selbst innerhalb einer Region entstehen so viele Facetten bei Aroma und Farbe. Diese Besonderheit Darjeelings möchten wir während unserer Reise genauer kennenlernen. Wir wollen sehen, wo die Teepflanzen wachsen und wie die Gärten aussehen.
Vor allem interessiert uns aber die Verbindung zwischen Landschaft und Tee. Denn ein Teegarten ist nicht einfach nur ein Feld mit Teepflanzen. Er liegt in einer bestimmten Landschaft und wird von Menschen bewirtschaftet. Dazu kommen Klima, Boden und die Erfahrung derjenigen, die dort arbeiten und die Teepflanzen hegen und pflegen.
Darjeeling ist mehr als eine Teeregion
Wer Darjeeling hört, denkt garantiert zuerst an Tee. Doch die Stadt selbst hat ebenfalls viele Geschichten zu erzählen und entwickelte sich im 19. Jahrhundert unter britischem Einfluss zu einem bedeutenden Ort. Bedingt durch seine Höhenlage, punktet die Stadt mit einem gleichbleibend milden Klima und etablierte sich rasch als Kurort. Viele wohlhabende Briten aus Kolkata „flüchteten“ vor der Sommerhitze nach Darjeeling – viele viktorianische Villen prägen noch heute das Stadtbild.
Mit den Tee-Plantagen entstand eine eigene Gemeinschaft der europäischen Plantagenbesitzer. Sie benötigten einen Ort für Treffen, Gespräche und gesellschaftliche Veranstaltungen. So entstand 1868 der Planters Club. Er gehört damit zu den historischen Orten, die ganz eng mit der Geschichte des Darjeelingtees und auch der Kolonialzeit verbunden sind.
Genau deshalb steht dieser Ort auf unserer Reiseroute. Wir wollen nicht nur Teegärten besuchen, sondern auch die Geschichte dahinter verstehen.

Ein Club mit einer besonderen Geschichte
Der Planters Club wurde 1868 gegründet und hieß ursprünglich „Darjeeling Club“. Damals entstanden rund um Darjeeling immer mehr Teeplantagen. Die britischen Plantagenbesitzer trafen sich im Club, tauschten sich aus, empfingen Gäste aus Europa und erholten sich dort auch. Der Club war anfangs im sogenannten „Thorn Cottage“ beheimatet und wechselte zunächst mehrfach seinen Standort. Doch dann stellte im Jahr 1889 der Maharaja von Cooch Behar ein Grundstück für den heutigen Standort zur Verfügung. Dort entstand schließlich das Gebäude, das bis heute mit der Geschichte des Clubs verbunden ist. Eine kleine Anekdote: Der Maharaja durfte damals als einiger Gast seine Rikscha direkt im Eingangsbereich des Clubs abstellen.
Der Planters Club gehört zum historischen Erbes Darjeelings. Heute dient er als historisches Hotel und Clubhaus interessierten Gästen als Unterkunft und vermittelt als kulturelles Zentrum Einblick in die bewegte Geschichte der Kolonialzeit oder berühmter Gäste aus der Vergangenheit.
Von den Teegärten Darjeelings weiter nach Kolkata
Unsere Reise geht weiter, denn der Tee muss seinen Weg aus den Bergen in die Welt finden. Dafür führt unsere Route weiter nach Kolkata. Die Stadt hieß früher Kalkutta und spielte über viele Jahrzehnte und bis heute eine wichtige Rolle im indischen Teehandel.
Die Geschichte der Teeauktionen in Kolkata reicht bis ins Jahr 1861 zurück. Damals fand dort die erste Teeauktion Indiens statt. Auch Darjeelingtee wurde über diesen Handelsplatz vermarktet. Auktionen brachten Produzenten, Händler und Käufer zusammen. Für uns ist dieser Abschnitt der Reise deshalb besonders spannend. In den Teegärten haben wir gesehen, wo der Tee wächst und produziert wird. In Kolkata erleben wir dagegen einen anderen Teil seiner Geschichte: hier geht es um Verkostung, Handel und die Wege, die den Tee schließlich in die Welt führen.
So hat unser Firmengründer, der Kapitän Paul Schrader, im Jahr 1921 in Kolkata die ersten Tees eingekauft!

Blick zurück: eine Teeauktion ohne Laptop
Wenn wir an eine Teeauktion denken, haben wir heute schnell digitale Plattformen und Bildschirme vor Augen. Die Geschichte sah lange anders aus. Bei den klassischen Teeauktionen saßen Händler und Makler zusammen. Sie prüften die angebotenen Tees und gaben ihre Gebote ab. Kolkata entwickelte sich dabei zu einem wichtigen Zentrum des indischen Teehandels. Über Jahrzehnte prägten solche Auktionen den Handel mit Tee. Auch dieses historische Bild möchten wir euch in unserem Reisetagebuch zeigen. Denn Teehandel lässt sich nicht nur über Zahlen erklären, er besteht auch aus Menschen, Gerüchen, Ritualen und jahrzehntelang gewachsenen Abläufen.

Weiter nach Delhi und Alt-Delhi
Von Kolkata führt unsere Reise weiter nach Delhi. Damit wechseln wir erneut die Perspektive. In Delhi möchten wir das historische Alt-Delhi erleben. Dort treffen wir auf enge, belebte Straßen, Geschäfte, Gewürze und zahlreiche kleine Teestände. Hier wird Tee wieder zu einem Teil des täglichen Lebens. Er steht nicht mehr nur für Plantagen oder Auktionen, sondern für Begegnungen und kurze Pausen. Gerade dieser Gegensatz macht unsere Reise als Ganzes so interessant: In Darjeeling sehen wir den Ursprung des Tees in den Bergen. In Kolkata verfolgen wir dann seinen Weg in den Handel und in Delhi begegnet uns Tee schließlich mitten im Alltag der Menschen.
Ein Reisetagebuch mit vielen Stationen
Unsere Darjeelingreise verbindet viele unterschiedliche Orte und Geschichten miteinander. Jede der vielen Stationen zeigt einen anderen Teil der Tee-Tradition Indiens. Gleichzeitig begleitet uns der Tee durch die gesamte Reise. Wir möchten euch dabei möglichst nah mitnehmen. Deshalb erzählen wir nicht nur von Teeanbau und -produktion oder von Sehenswürdigkeiten, sondern auch von vielen kleinen Beobachtungen.
- Was sehen wir unterwegs? Wie wirken die Teegärten auf uns? Welche Geschichten hören wir vor Ort? Und was entdecken wir, das wir vorher nicht erwartet haben?
Genau daraus soll unser Reisetagebuch entstehen. Es geht um Orte, Menschen, Tee und die vielen kleinen Momente dazwischen.
Warum ein Tee so viele Geschichten erzählen kann
Eine Tasse Darjeelingtee wirkt auf den ersten Blick gar nicht so aufregend. Doch hinter ihr steckt eine lange Geschichte. Sie beginnt bei der Teepflanze und führt über die Arbeit im Teegarten bis zum Handel. Danach geht die Reise weiter zu Händlern, Teefreunden und schließlich zu uns nach Hause. Auf unserer Reise wollen wir diese Stationen sichtbar machen. Dabei interessiert uns auch, wie sich die verschiedenen Orte voneinander unterscheiden. Denn Darjeeling ist nicht Kolkata. Kolkata ist nicht Delhi. Und ein Teegarten ist nicht einfach nur ein weiterer Teegarten.
Genau diese Unterschiede machen unsere Reise spannend. Wir möchten sie kennenlernen und euch anschließend davon erzählen.
Folgt uns auf unserer Darjeelingreise
In den kommenden Tagen und Wochen nehmen wir euch mit nach Indien. Wir zeigen euch unsere Stationen und erzählen von den Geschichten hinter den Bildern. Sobald wir in Indien angekommen sind, teilen wir mit euch unsere Erlebnisse mit Bildern und Berichten.
Am Ende unserer Reise habt ihr dann hoffentlich viele Eindrücke und spannende neue Geschichten. Und natürlich bringen wir von unserer Reise einen ganz besonderen Tee mit – welchen, wissen wir selbst noch nicht! Bleibt also dran, es wird spannend.

✈️🍃 Schon bald geht unsere Reise wirklich los! Lasst uns noch tiefer in unsere anstehende Reise einsteigen:
Der Start unserer Reise: Mumbai
Nachdem wir euch weiter oben unsere Route vorgestellt haben, steigen wir jetzt etwas ausführlicher in unsere Reisepläne ein. Demnächst wird dann unsere Reise dort beginnen, wo unser Flug nach Indien endet: in Mumbai.
Die Stadt liegt an der Westküste Indiens am Arabischen Meer. Was heute wie eine riesige zusammenhängende Metropole wirkt, bestand ursprünglich aus sieben Inseln, die erst nach und nach durch Aufschüttungen und Landgewinnung miteinander verbunden wurden. Mumbai trägt deshalb bis heute den Beinamen „City of Seven Islands“. Diese Lage am Meer prägte die Entwicklung der Stadt entscheidend. Schon früh war Mumbai in Handelswege eingebunden. Im 17. Jahrhundert gelangten die Inseln an die englische Krone und wurden später an die East India Company verpachtet. Unter britischer Herrschaft entwickelte sich Mumbai zu einem wichtigen Hafen- und Handelszentrum. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt rasant und wurde zu einem bedeutenden Zentrum für Handel, Industrie und Verkehr.
Heute treffen hier historische Gebäude, moderne Hochhäuser, Märkte, Geschäftsviertel und dichtes Straßenleben aufeinander. Genau dieses Nebeneinander macht Mumbai zu einem spannenden Auftakt für unsere Reise.
Doch unser eigentliches Reiseziel liegt weit im Nordosten…
Von Mumbai zum Himalaya
Nach unserem kommenden Aufenthalt in Mumbai wird es dann weitergehen nach Bagdogra in Westbengalen. Der Flughafen liegt in der Nähe von Siliguri und bildet nicht nur für unsere Reise einen wichtigen Ausgangspunkt für die Weiterreise nach Darjeeling und in die Himalaya-Region.

In Bagdogra werden wir das Verkehrsmittel wechseln: Aus dem Flugzeug wird ein Jeep. Vor uns liegt die Fahrt durch die Berge. Mit jedem Kilometer verändert sich die Landschaft. Die Ebene bleibt zurück, die Straßen werden kurviger und die ersten Berghänge rücken näher.
Unser Ziel liegt auf über 2.000 Metern Höhe: Darjeeling.

St. Andrew’s Church: Ein Stück Geschichte Darjeelings
Die St. Andrew’s Church gehört zu den historischen Wahrzeichen Darjeelings. Der Grundstein wurde gelegt am 30. November 1843 – dem Tag des schottischen Nationalheiligen St. Andreas. Der erste Gottesdienst fand im Oktober 1844 statt. Zu den frühen Gemeindemitgliedern gehörten vor allem schottische Soldaten und die ersten Teepflanzer der Region.
1867 wurde die Kirche durch einen schweren Blitzeinschlag stark beschädigt. Der Turm stürzte ein, die Gottesdienste mussten einige Jahre ausgesetzt werden. Nach einem umfangreichen Wiederaufbau wurde die Kirche 1873 weitgehend erneuert und 1877 wieder eröffnet. Der markante Uhrturm mit seiner Glocke kam 1883 hinzu.
Im Inneren erinnern Marmor- und Messingtafeln an wichtige Persönlichkeiten der frühen Stadtgeschichte, darunter Lieutenant General George W. Aylmer Lloyd (Er handelte am 1. Februar 1835 eine Schenkungsurkunde (Deed) mit dem Raja (König) von Sikkim aus. Dadurch wurden die Darjeeling-Hügelländer an die Ostindien-Kompanie abgetreten, die den Ort danach als Kur- und Sanatoriumsstadt aufbaute).
Damit erreichen wir dann die erste große Station unserer Reise und zugleich den Ausgangspunkt für vieles, was wir euch in den kommenden Beiträgen erzählen möchten. Von hier aus geht es für uns hinein in die Teegärten, zu den Menschen vor Ort und zu den Geschichten, die diese Region geprägt haben.
🍃☕ Die Reise auf den Spuren des Darjeelingtees beginnt.
In den kommenden Einträgen nehmen wir euch mit auf unsere Entdeckungstour durch Darjeeling. Wir erzählen euch, welche Orte wir besuchen und welche Geschichten uns hoffentlich auf unserer Reise begegnen…
Die Quelle des Darjeelingtees: Unterwegs zu den Teegärten
🍃 Die zweite Etappe unserer Darjeelingreise wird uns dorthin führen, wo alles anfängt: in die Teegärten an den Hängen des Himalaya.
Nach unserem Auftakt in Mumbai und der Fahrt über Bagdogra hinauf nach Darjeeling wollen wir nun genauer hinschauen. Denn bevor Darjeelingtee in einer Tasse landet oder in Kolkata gehandelt wird, beginnt seine Reise ganz unspektakulär mit einem frischen Trieb am Teestrauch.

Rund um Darjeeling liegen zahlreiche Teegärten, die sich über die steilen Hänge des Himalaya Vorgebirges verteilen. Rund 87 Teegärten erzeugen Tee, der unter der geschützten Bezeichnung Darjeelingtee vermarktet werden darf. Zu den bekannten Namen gehören Castleton, Margaret’s Hope, Jungpana, Makaibari und Glenburn.
Doch warum schmeckt Tee aus verschiedenen Gärten eigentlich so unterschiedlich?
Genau das möchten wir vor Ort herausfinden. Denn jeder Teegarten liegt in einer eigenen Landschaft. Höhenlage, Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und die Ausrichtung der Hänge schaffen unterschiedliche Bedingungen für die Teepflanzen. Dazu kommen die Erfahrung der Pflücker und die Verarbeitung der Blätter zum fertigen Tee. Schon kleine Unterschiede können sich später in Duft, Geschmack und Farbe bemerkbar machen.

Wir möchten erleben, wie aus einem jungen Teetrieb Darjeelingtee wird. Wir schauen den Menschen bei der Arbeit über die Schulter, besuchen verschiedene Teegärten und wollen verstehen, welche Schritte zwischen Pflücken und fertigem Tee liegen.
Doch irgendwann ist die Arbeit im Teegarten abgeschlossen. Der fertige Tee verlässt die Berge und macht sich auf den Weg nach Kolkata.

Damit folgen wir der nächsten Spur unserer Reise. Denn dort treffen die Tees aus den Anbaugebieten auf die Händler und viele Käufer aus aller Welt. Kolkata wurde über Jahrzehnte zu einem wichtigen Zentrum des indischen Teehandels. Und genau hier verbindet sich unsere Reise mit der Geschichte unseres Unternehmens.
1921 kaufte unser Firmengründer Kapitän Paul Schrader in Kolkata erstmals Tee ein.
Mehr als 100 Jahre später werden wir seiner Spur zurück nach Indien folgen….
Delhi: Wo Indiens Geschichte auf engem Raum zusammenkommt
Nach den Teegärten Darjeelings und unserer Spurensuche im Teehandel von Kolkata wird uns die letzte große Etappe unserer Reise in die Hauptstadt Delhi führen. Damit wechseln wir noch einmal die Perspektive. Der Tee bleibt unser roter Faden, doch jetzt erleben wir eine Stadt, in der sich die Geschichte Indiens auf engstem Raum widerspiegelt.
Delhi ist eine riesige Metropole und zugleich eine Stadt mit einer Geschichte, die mehrere Jahrtausende zurückreicht. Über die Jahrhunderte entstanden hier immer wieder neue Stadtzentren. Eines der bekanntesten ist Shahjahanabad, das der Mogulkaiser Shah Jahan ab 1638 als neue Hauptstadt errichten ließ. Dieses historische Delhi bildet heute den Kern von Old Delhi.

Genau hier möchten wir eintauchen: in die engen Gassen von Alt-Delhi, vorbei an alten Havelis (historische, palastartige Wohnhäuser reicher Händler), Geschäften, Märkten und dem berühmten Roten Fort. Das von Shah Jahan errichtete Fort gehört heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und erzählt von der Zeit, als Delhi Zentrum des Mogulreiches war.
Ein paar Kilometer weiter verändert sich das Bild völlig: New Delhi entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nachdem die britische Regierung 1911 die Verlegung der Hauptstadt von Kolkata nach Delhi verkündet hatte. Die Architekten Edwin Lutyens und Herbert Baker planten breite Straßen, großzügige Plätze und repräsentative Regierungsgebäude. Das Rashtrapati Bhavan, die frühere Residenz des britischen Vizekönigs, und das India Gate prägen dieses Stadtbild bis heute.


So treffen in Delhi gleich mehrere Kapitel unserer Indienreise aufeinander: Mogulzeit, britische Kolonialgeschichte und das moderne Indien. Und natürlich werden wir auch hier den Tee nicht aus den Augen verlieren. Nach seinem Ursprung in den Bergen und seinem Weg durch den Handel von Kolkata begegnet er uns in Delhi wieder mitten im Alltag.
Damit schließt sich langsam der Kreis unserer Reise. Vom Teegarten über Kolkata bis nach Delhi folgen wir der Geschichte eines Tees, der uns durch ganz unterschiedliche Welten geführt hat.
Und danach heißt es: Koffer packen und zurück nach Bremen – mit vielen Bildern, Geschichten und hoffentlich einer Menge neuer Eindrücke im Gepäck. 🇮🇳🍃☕

