Laternen selbst basteln zum Martinsfest

Laterne: die Magie zum Martinstag & Licht im November

Der Martinstag ist weit mehr als nur ein Termin im Kalender – er ist ein Fest voller Licht, Gemeinschaft und schöner Traditionen. Ob beim Laternenumzug, beim Teilen von Gebäck oder beim Basteln einer eigenen Laterne – überall spürt man die Wärme und Verbundenheit dieser besonderen Zeit. In diesem Beitrag erfährst Du mehr über die historischen Ursprünge des Martinstages, seine Traditionen in verschiedenen Ländern und die Geschichte der Laterne als Symbol für Licht und Hoffnung. Außerdem bekommst Du einfache Bastelanleitungen für Laternen, die Jungen und Mädchen gleichermaßen begeistern. So steht einem stimmungsvollen Laternenumzug nichts mehr im Weg!

Licht im November – die Magie der Laterne zum Martinstag

Wenn sich die Blätter färben, die Abende dunkler werden und der Duft von Herbst in der Luft liegt, beginnt eine Zeit, in der Licht und Wärme eine besondere Bedeutung bekommen. Der Martinstag, gefeiert am 11. November, steht genau dafür – für Gemeinschaft, für das Teilen und für das Licht in der Dunkelheit. Und natürlich gehört die Laterne dazu, ohne die kein Laternenumzug vollständig wäre.

Die Geschichte des Martinstages

Der Martinstag geht auf den heiligen Martin von Tours zurück, der im 4. Jahrhundert lebte. Martin war ein römischer Soldat, der später Bischof wurde. Berühmt wurde er vor allem durch eine Geste, die bis heute in Erinnerung geblieben ist: An einem kalten Winterabend begegnete Martin einem frierenden Bettler. Ohne zu zögern, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab dem Mann die eine Hälfte.

Diese einfache, aber berührende Tat wurde zum Symbol für Mitgefühl, Nächstenliebe und Menschlichkeit. Nach seinem Tod wurde Martin heiliggesprochen, und der 11. November – der Tag seiner Beisetzung – wurde zum Martinstag erklärt.

Martinstag in Deutschland – Licht, Umzüge und Gänse

In Deutschland hat sich rund um den Martinstag eine Vielzahl an Bräuchen entwickelt. Besonders bekannt ist der Laternenumzug, bei dem Kinder mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen ziehen. Dabei singen sie fröhliche Martinslieder, die von Licht, Teilen und Freude erzählen.

Oft begleitet ein Reiter auf einem Pferd den Umzug – er stellt den heiligen Martin dar. Manchmal wird auch die Mantelteilung als kleines Schauspiel aufgeführt. Anschließend gibt es in vielen Orten ein Martinsfeuer, bei dem die Kinder ihre Laternen zeigen und gemeinsam singen.

Auch kulinarisch gehört der Martinstag fest in die Herbstzeit. Traditionell wird vielerorts eine Martinsgans serviert – ein Überbleibsel alter Ernte- und Dankesbräuche. In manchen Regionen werden auch „Weckmänner“ oder „Stutenkerle“ gebacken – kleine Hefefiguren, die mit Pfeife und Rosinen geschmückt sind.

Rezept für Stutenkerle – süße Begleiter zum Martinstag

Wenn es draußen kühl wird und die Lichter der Laternen leuchten, dann duftet es vielerorts nach frisch gebackenen Stutenkerlen. Diese kleinen Hefefiguren sind ein fester Bestandteil des Martinstages und einfach herrlich fluffig. Ob mit Rosinenaugen, Zuckerstreuseln oder kleinen Pfeifen – sie gehören einfach dazu! Und das Beste: Du kannst sie ganz leicht selbst backen.

Zutaten für ca. 6 Stutenkerle:

  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
  • 80 g Zucker
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei (für den Teig)
  • 1 Ei (zum Bestreichen)
  • Rosinen zum Verzieren
  • optional: Mandelstifte, Zuckerstreusel oder kleine Tonpfeifen

Zubereitung:

  1. Hefeteig vorbereiten:
    Gib das Mehl in eine große Schüssel und forme in der Mitte eine kleine Mulde. Bröckle die Hefe hinein, gib etwas Zucker und ein wenig lauwarme Milch dazu. Verrühre alles leicht und lasse den Vorteig etwa 10 Minuten stehen, bis sich Bläschen bilden.
  2. Teig kneten:
    Füge nun den restlichen Zucker, die Butter, das Salz, das Ei und die restliche Milch hinzu. Knete alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Wenn der Teig zu klebrig ist, gib noch etwas Mehl dazu.
  3. Teig gehen lassen:
    Decke die Schüssel mit einem Tuch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort etwa 45–60 Minuten gehen. Er sollte sich in dieser Zeit deutlich vergrößern.
  4. Formen der Stutenkerle:
    Knete den Teig noch einmal kurz durch und teile ihn in 6 gleich große Stücke. Rolle jedes Stück zu einer länglichen Figur und forme Kopf, Arme und Beine. Wenn Du magst, kannst Du die Arme mit einem Messer leicht einschneiden, damit sie besser zur Geltung kommen.
  5. Verzieren:
    Drücke Rosinen als Augen und Knöpfe in den Teig. Wenn Du möchtest, kannst Du Deinen Stutenkerlen auch kleine Pfeifen oder Mandelstifte in die Hand geben.
  6. Bestreichen und backen:
    Verquirle das zweite Ei und bestreiche die Stutenkerle damit, damit sie später schön glänzen.
    Backe sie anschließend im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa 20–25 Minuten, bis sie goldbraun sind.
  7. Abkühlen und genießen:
    Lass die Stutenkerle kurz abkühlen, bevor Du sie servierst. Frisch aus dem Ofen duften sie unwiderstehlich nach Butter und Hefe – einfach köstlich!

💡 Tipp:

Wenn Du möchtest, kannst Du die Stutenkerle auch leicht abwandeln – zum Beispiel mit Schokotropfen im Teig oder etwas Vanillezucker für ein feineres Aroma. Für eine laktosefreie Variante kannst Du einfach pflanzliche Milch und eine pflanzliche Butter-Alternative oder laktosefreie Butter verwenden – das funktioniert wunderbar und schmeckt genauso gut.


Martinsbräuche in anderen Ländern

Nicht nur in Deutschland wird der Martinstag gefeiert. Auch in anderen europäischen Ländern hat sich diese Tradition verbreitet – oft mit eigenen Besonderheiten.

In den Niederlanden ziehen Kinder am Abend des 11. November ebenfalls mit Laternen von Haus zu Haus, singen Lieder und bekommen dafür Süßigkeiten. Es erinnert ein wenig an Halloween, hat aber einen ganz eigenen, herzlichen Charakter.

In Österreich und Südtirol ähneln die Bräuche stark denen in Deutschland. Auch dort gibt es Laternenumzüge, Martinsfeuer und feine Gebäcke.

In Ungarn spielt die Martinsgans eine besonders große Rolle. Dort heißt es: „Wer am Martinstag Gans isst, der wird das ganze Jahr über nicht hungern.“

In Frankreich, wo Martin von Tours lebte, finden an seinem Grab in Tours feierliche Prozessionen statt. Hier steht weniger das Laternelaufen, sondern mehr die Verehrung des Heiligen im Mittelpunkt.

So unterschiedlich die Traditionen auch sein mögen – das Licht der Laterne, das Teilen und das Miteinander sind überall feste Bestandteile.

Genießt zum Martinstag ein festliches Mahl im Kreise eurer Lieben und lasst euch von der sous-vide gegarten Gans von Bauer Claßen und der Manufaktur Goosies verwöhnen. Ein Fest für die Sinne, das lange in Erinnerung bleibt!

Eine norddeutsche Delikatesse: Gänsebruststückchen eingelegt in einer fein abgeschmeckten würzigen Sauce. Am besten ganz klassisch mit Kartoffeln und Rotkohl genießen.

Diese wärmende, cremige Suppe aus Kürbis, Maronen, Kartoffeln, Zwiebeln und Muskat besticht durch ihre besondere Note: Sie kombiniert den süßlich-nussigen Geschmack von Kürbis mit dem intensiven Aroma von Maronen.

Die Symbolik der Laterne

Die Laterne ist mehr als nur ein hübsches Accessoire. Sie steht für Licht in der Dunkelheit, für Hoffnung und Zusammenhalt. Gerade im November, wenn die Tage kurz und grau werden, erinnert sie uns daran, dass auch in dunklen Zeiten Wärme und Freude zu finden sind.

Viele Kinder basteln ihre Laternen schon Wochen vor dem Martinstag – zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule. Dabei entstehen wahre Kunstwerke, die von einfachen Papierlaternen bis zu aufwendig gestalteten Motiven reichen.

Das Basteln selbst ist oft ein kleines Ritual, das Eltern und Kinder verbindet. Es ist ein Moment der Ruhe, in dem man gemeinsam kreativ sein kann – fernab vom Alltagsstress.

Laternenbasteln leicht gemacht – Tipps und Materialien

Bevor es ans Basteln geht, solltest Du einige Dinge bereitlegen. Das brauchst Du in der Regel:

  • festen Bastelkarton oder Transparentpapier
  • eine Schere
  • Kleber oder doppelseitiges Klebeband
  • einen Pinsel und etwas Bastelfarbe
  • einen Drahtbügel oder Holzstab
  • ein LED-Teelicht oder eine kleine Lichterkette

Wichtig ist, dass die Laterne stabil genug ist, um beim Umzug nicht zu reißen. Klassische Laternenstäbe mit LED-Licht sind sicher und praktisch – offenes Feuer wird heute kaum noch verwendet.

Laterne basteln für Jungen – Ritter, Drachen und Sterne

Viele Jungen mögen kräftige Farben und Motive, die Abenteuer oder Heldenhaftes ausdrücken. Hier sind einige Bastelideen:

Ritterburg-Laterne

Für diese Laterne brauchst Du grauen Karton, Transparentpapier und ein paar kleine Details. Schneide die Grundform einer Burg aus, mit Türmen und Zinnen. Hinter die Fenster klebst Du gelbes oder oranges Transparentpapier – das sieht aus, als leuchte innen Licht.

Mit einem schwarzen Filzstift kannst Du noch Mauern und Tore zeichnen. Vielleicht klebst Du auch kleine Drachen oder Ritterfiguren auf. Schon entsteht eine richtig tolle Laterne, die im Dunkeln wie eine Burg im Abendlicht wirkt.

Drachen-Laterne

Eine Drachenlaterne ist etwas aufwendiger, sieht aber großartig aus. Nimm grünes Transparentpapier, schneide daraus eine lange, leicht gebogene Form. Mit buntem Krepppapier machst Du Flammen für das Maul und kleine Flügel.

Wenn Du ein LED-Licht hineinstellst, leuchtet der Drache geheimnisvoll von innen – ein echter Hingucker beim Laternenumzug.

Sternen-Laterne

Manchmal ist weniger mehr. Eine schlichte Sternenlaterne wirkt besonders edel. Schneide aus Karton Sterne in verschiedenen Größen aus, klebe Transparentpapier dahinter und setze sie auf eine runde oder sechseckige Laternenform.

Ein wenig Goldstaub oder Glitzer verleiht der Laterne das gewisse Funkeln, das im Dunkeln wunderschön wirkt.

Laterne basteln für Mädchen – Blumen, Feen und Herzen

Für Mädchen dürfen es gern zarte Farben, funkelnde Details und märchenhafte Motive sein. Hier ein paar Ideen:

Feen-Laterne

Verwende rosa oder lila Transparentpapier und gestalte eine zylindrische Form. Schneide kleine Sterne, Herzen oder Feenflügel aus Karton und klebe sie außen auf. Mit etwas Glitzerkleber kannst Du funkelnde Akzente setzen.

Innen sorgt ein warmweißes LED-Licht für eine zauberhafte Stimmung.

Blumen-Laterne

Schneide aus buntem Transparentpapier verschiedene Blütenblätter aus und klebe sie überlappend auf eine runde Grundform. So entsteht ein wunderschönes Blumenmuster.

Wenn Du magst, kannst Du die Mitte mit kleinen Papierperlen oder Glitzersteinchen verzieren. Diese Laterne wirkt fröhlich, bunt und passt perfekt in die herbstliche Jahreszeit.

Herz-Laterne

Eine klassische Herzform lässt sich leicht basteln und sieht besonders hübsch aus. Schneide zwei gleich große Herzen aus Karton, schneide in die Mitte jeweils ein kleineres Herz als „Fenster“ und klebe Transparentpapier dahinter.

Klebe beide Herzseiten mit einem schmalen Streifen Karton zusammen – so entsteht die Laterne. Mit rotem Band und goldenen Punkten wirkt sie besonders festlich.

Laterne basteln mit der ganzen Familie

Das Schönste am Laternebasteln ist, dass alle mitmachen können. Ob groß oder klein, ob kreativ oder pragmatisch – jeder findet seinen Platz. Du kannst zum Beispiel einen Familienbastelnachmittag planen: mit Tee, Gebäck und leiser Musik.

Wenn jeder seine eigene Laterne gestaltet, entstehen ganz unterschiedliche Kunstwerke, die beim Umzug später besonders schön leuchten. Außerdem ist das gemeinsame Basteln eine wunderbare Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Geschichten zu erzählen und sich auf die festliche Zeit einzustimmen.

Der Laternenumzug – Ein Fest der Lichter

Am Abend des 11. November ist es dann so weit: Überall ziehen Kinder mit ihren Laternen durch Straßen und Parks. Begleitet von Liedern wie „Ich geh mit meiner Laterne“ oder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

Die leuchtenden Laternen spiegeln sich im Dunkeln, und der Gesang klingt wie ein kleines Versprechen: dass Licht und Freude selbst in dunklen Zeiten leuchten können.

Viele Städte und Dörfer veranstalten nach dem Umzug ein Martinsfeuer, bei dem man sich wärmt, lacht und Geschichten erzählt. Es ist einer dieser Abende, an denen man das Gefühl hat, alles wird ein bisschen heller.

Das Licht, das verbindet

Der Martinstag ist weit mehr als ein Kinderfest. Er ist für Groß + Klein ein Symbol für Miteinander, für Teilen und für das Licht, das jeder von uns tragen kann. Die Laterne erinnert uns daran, dass auch kleine Gesten große Wirkung haben können – so wie St. Martins geteilter Mantel.

Wenn Du also in diesem Jahr Deine Laterne bastelst und beim Umzug Dein Licht trägst, denk daran: Du bist Teil einer alten, wunderschönen Tradition, die seit Jahrhunderten Herzen erhellt.

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