Johannisbeere: weiße, rote und schwarze Johannisbeeren, frisch gepflückt im Glas

Johannisbeere: vielseitig genießen – süß, frisch und kreativ

Die Johannisbeere ist nicht nur unglaublich vielseitig, sondern auch perfekt für kreative Ideen in der Küche geeignet. Du erfährst alles über die Herkunft, die Ernte und die Besonderheiten dieser kleinen Beeren. Außerdem zeigen wir dir, wie du mit einfachen Mitteln köstliche Johannisbeer-Fruchtgummis herstellen kannst. Lass dich von süßen Rezepten für Desserts, Kuchen und Gebäck inspirieren, die deine Familie und Gäste begeistern werden. Egal ob du rote, schwarze oder weiße Johannisbeeren bevorzugst – in diesem Beitrag findest du Tipps, die deine Liebe zu diesen Beeren auf ein neues Level bringen. Lerne, wie du die Johannisbeer-Vielfalt jeden Tag genießen kannst.

Die Johannisbeere – Herkunft und ihre „Geschwister“

Johannisbeeren, auch bekannt unter dem lateinischen Namen Ribes, gehören zur Familie der Stachelbeergewächse und sind eng mit der Stachelbeere verwandt. Ursprünglich stammen sie aus Europa und Teilen Asiens, wo sie schon seit Jahrhunderten kultiviert werden. Heute findest du Johannisbeeren in vielen Gärten, denn sie gelten als pflegeleicht und liefern jedes Jahr eine reiche Ernte. Es gibt drei Hauptarten dieser Beeren: die roten, schwarzen und weißen. Während die roten Johannisbeeren mit ihrem frischen, leicht säuerlichen Geschmack am häufigsten in Gärten wachsen, haben die schwarzen Beeren einen intensiveren Geschmack, der sich perfekt für kreative Rezepte eignet. Weiße Johannisbeeren sind seltener, aber mit ihrem etwas milderen Geschmack genauso köstlich und ein echter Hingucker auf jedem Teller. Interessant ist, dass Johannisbeeren oft mit anderen kleinen Beeren wie Heidelbeeren oder Preiselbeeren verwechselt werden, aber ihre säuerliche Note macht sie einzigartig.

Wann und wie wird geerntet?

Die Erntezeit der Johannisbeeren ist in der Regel von Ende Juni bis August, wobei der Name „Johannisbeere“ darauf hinweist, dass sie um den Johannistag (24. Juni) reifen. Wenn du die kleinen Beeren pflückst, ist es wichtig, sie direkt mit der Rispe zu ernten, damit sie nicht beschädigt werden. Am besten sammelst du sie bei trockenem Wetter, da nasse Beeren schneller verderben. Johannisbeersträucher tragen viele Früchte, und manchmal kann die Ernte etwas aufwendig sein, aber die Mühe lohnt sich. Nach der Ernte kannst du die Beeren frisch genießen, einfrieren oder direkt zu leckeren Gerichten verarbeiten.

Was macht die Johannisbeere so besonders?

Johannisbeeren sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch unglaublich vielfältig einsetzbar. Sie sind klein, aber haben eine erfrischend säuerliche Note, die perfekt zu süßen und herzhaften Speisen passt. Besonders praktisch ist, dass du sie sowohl frisch als auch verarbeitet nutzen kannst. Egal ob in Smoothies, Marmeladen oder Kuchen – die kleinen Beeren bringen immer einen frischen Kick in dein Gericht. Ihre stabile Form macht sie außerdem ideal als dekoratives Element, das Desserts oder Salate sofort aufwertet. Schwarze Johannisbeeren haben einen intensiveren Geschmack und eignen sich besonders gut für Säfte oder Gelees, während rote und weiße Sorten oft roh gegessen oder in Backrezepten verwendet werden.

Der Familienbetrieb „Cassismanufaktur Danner“ im schwäbischen Zabergäu baut auf über 40ha die schwarzen Johannisbeeren rund um Stockheim selbst an und verarbeitet sie zu Aufstrichen, Sirup, Wein und Saft. Es werden nur sonnengereifte Früchte geerntet und sofort weiterverarbeitet. Das ist die Voraussetzung für besten Geschmack, frei von künstlichen Farb- und Aromastoffen.

Kreative Rezepte mit Johannisbeeren

Rezept: Selbstgemachte Johannisbeer-Fruchtgummis

Fruchtgummis kannst du ganz einfach selbst machen, und zwar mit nur wenigen Zutaten. Du brauchst dafür Johannisbeeren, etwas Zucker, Gelatine oder Agar-Agar und eine Silikonform.

Zutaten:

  • 300 g Johannisbeeren (rot oder schwarz)
  • 150 g Zucker
  • 8 Blatt Gelatine (oder 1 TL Agar-Agar)
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Die Johannisbeeren waschen und pürieren, dann durch ein Sieb streichen, damit keine Kerne übrig bleiben.
  2. Zucker und Wasser in einem Topf erhitzen, bis der Zucker sich vollständig auflöst.
  3. Das Johannisbeerpüree hinzufügen und die Mischung kurz aufkochen lassen.
  4. Gelatine einweichen, ausdrücken und in der warmen Mischung auflösen (oder Agar-Agar nach Packungsanleitung einrühren).
  5. Die Masse in eine Silikonform geben und im Kühlschrank fest werden lassen. Die fertigen Fruchtgummis sind ein toller Snack für Zwischendurch!

Die ganzen, gezuckerten Früchte schmecken köstlich zu Eis, Pudding oder Quark. Als Kompott zubereitet schmecken die vitaminreichen Beeren auch hervorragend zu Wildgerichten. Abtropfgewicht 175g. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Süße Desserts mit der Johannisbeere

Die beliebten Beeren sind die perfekte Ergänzung für sommerliche Desserts. Ein Klassiker ist rote Grütze, die du ganz einfach selbst machen kannst. Dafür brauchst du Johannisbeeren, Zucker und etwas Stärke, um die Grütze anzudicken. Serviere sie mit Vanillesoße oder Eis – ein Genuss! Für ein schnelles Dessert kannst du Johannisbeeren mit Quark oder Joghurt mischen, etwas Honig darüber geben und mit Nüssen garnieren. Dieses einfache Rezept ist nicht nur lecker, sondern sieht auch toll aus. Wenn du es besonders festlich magst, kannst du Johannisbeeren als Topping für Panna Cotta verwenden. Die Kombination aus der cremigen Süße und der fruchtigen Säure ist einfach unschlagbar.

Rezept: Dessert im Glas mit Johannisbeeren

Zutaten:

  • 250 g Johannisbeeren
  • 250 g Quark
  • 80 g Zucker (kann weg gelassen werden, wenn du unsere eingelegten, gezuckerten Johannisbeeren verwendest)
  • Vanille nach Geschmack

Zubereitung:
Johannisbeeren kurz erhitzen und abkühlen lassen (entfällt, wenn du unsere eingelegten, gezuckerten Johannisbeeren verwendest). Quark cremig rühren und optional mit Zucker verrühren. Beides schichtweise in Gläser füllen.

Kuchen und Gebäck mit Johannisbeeren

Die kleinen Beeren machen sich hervorragend in Kuchen und Gebäck, da sie eine fruchtige Note und eine schöne Farbe mitbringen. Ein beliebtes Rezept ist Johannisbeerkuchen mit Baiserhaube. Hierbei wird ein einfacher Rührteig mit Johannisbeeren belegt und anschließend mit einer luftig-leichten Baiserhaube überzogen. Beim Backen wird die Haube goldbraun und die Beeren geben eine angenehme Säure ab. Auch Muffins mit Johannisbeeren sind schnell gemacht und perfekt für unterwegs. Du kannst sie nach Belieben mit Mandeln oder Schokostückchen verfeinern. Für ein rustikales Gebäck ist ein Johannisbeer-Streuselkuchen ideal. Die Kombination aus knusprigen Streuseln und fruchtigem Belag ist einfach unwiderstehlich.

Rezept: Johannisbeer-Streuselkuchen

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 150 g Butter
  • 120 g Zucker
  • 1 Ei
  • 300 g Johannisbeeren

Zubereitung:
Aus Mehl, Butter, Zucker und Ei einen Teig kneten. Hälfte als Boden drücken. Johannisbeeren verteilen. Restliche Streusel darüber geben und backen.

Das frisch-fruchtige Dessert ist der beliebte Klassiker aus Norddeutschland. 60% Früchtemischung aus Sauerkirschen, roten und schwarzen Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren. Ein herrlich leichter Genuss mit kalter Milch, Sahne oder Vanillesauce, über Eis oder zu Waffeln.

Die Johannisbeere in deinem Alltag genießen

Johannisbeeren sind kleine Alleskönner, die in der Küche immer wieder für Überraschungen sorgen. Ob als Snack, im Dessert oder in herzhaften Gerichten – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Wenn du einmal zu viele Johannisbeeren hast, kannst du sie problemlos einfrieren und später verwenden. Auch als Marmelade oder Sirup lassen sich Johannisbeeren wunderbar haltbar machen, sodass du das ganze Jahr über etwas davon hast. Probiere dich aus und entdecke, wie vielseitig diese kleinen Beeren wirklich sind!

Fruchtige schwarze Johannisbeere mit einem spritzigen Ceylon Tee, diese erfrischende Komposition schmeckt zu jeder Jahreszeit. Schwarztee Ceylon, -Südindien, -China, Aroma, schwarze Johannisbeerblätter, schwarze Johannis­beeren. 

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