Herbstküche: Diese Kürbissorten versüßen die kalte Jahreszeit

Kaum ist der Oktober angebrochen, beginnt die von vielen langersehnte Kürbis-Zeit. Das typische Herbst-Gemüse ist nicht nur eine leckere Basis für viele bunte Rezepte, sondern auch als Deko-Objekt im Herbst und zu Halloween ein stimmungsvoller Blickfang. Wir stellen euch die gängisten Kürbissorten vor und für alle Kürbisliebhaber haben wir ein tolles Rezept für einen würzig-süßen Pumpkin Spice Latte.

Ein wahres Allroundtalent

Mit den orangefarbenen Riesenfrüchten kann man vielseitige Gerichte und Rezepte zaubern. Ob gebraten, gegrillt, gefüllt, überbacken, gedunstet, püriert, gekocht oder eingelegt. Auch als Dekoration passen die Herbstfrüchte mit ihrem orangenfarbenen Aussehen schön ins bunte Herbstlaub. An Halloween kommen sie als ausgehöhlte, gruselige Fratze daher und sorgen mit Kerzen und Lichtern für eine schaurige Atmosphäre.

Weltweit gibt es über 850 Kürbissorten, essbar sind allerdings nur etwa 200 Sorten. Anders als Geschmack und Aussehen vermuten lässt, sind Kürbisse kein Gemüse, sondern zählen botanisch aufgrund der eingebetteten Samen im Fruchtfleisch zu den Beerenfrüchten. Die Herbstfrüchte gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Ob orange, gelb oder grün, im Geschmack buttrig, nussig oder muskatig. Viele davon sind für den Verzehr geeignet, andere hingegen sorgen als Dekoelemente für herbstliche Stimmung, so zum Beispiel Zierkürbisse. Sie sind nicht zum Essen da und besitzen Bitterstoffe, die auf den Magen schlagen können.

Vorsicht bei bitterem Geschmack

Eigentlich enthalten alle Kürbisse Bitterstoffe. Durch die Zucht werden diese ungenießbaren Stoffe herausgezüchtet. Falls ein Kürbisgericht dennoch bitter schmeckt, sollte man es nicht verzehren und schon in der Rohform auf Bitterkeit prüfen. Kürbisse gibt es in vielen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Die in Deutschland gängisten Sorten möchten wir hier vorstellen:

Der Hokkaidokürbis gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Kürbissorten. Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt diese Sorte aus Hokkaido in Japan. Mit seiner mitverzehrbaren Schale und seinem leicht süß-nussigen Aroma eignet sich die Sorte gut für Suppen und für fast alle Zubereitungsarten. Ihr könnt ihn braten, garen, backen oder kochen. Aber auch als Rohkost in einem herbstlichen Salat macht er sich gut. Die Kerne des Hokkaido können außerdem weiterverwertet werden und schmecken geröstet super lecker. Würzt man die Kerne vor dem Rösten im Ofen, werden sie zu einem tollen Knabbersnack. Und falls euch die Zeit fehlt, findet ihr hier einen scharfen Kürbissnack.

Bischofsmützen-Kürbisse
Bischofsmützen-Kürbisse

Die Bischofsmütze, auch als Turbankürbis oder Aladdin bekannt, ist aufgrund seines mützenartigen Aufsatzes nicht nur besonders dekorativ, sondern auch sehr schmackhaft. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich-würzig. Durch die flache Form eignet sich diese Sorte gut zum Backen und Füllen. Der Kürbis sollte am besten unterhalb des Kragens aufgeschnitten werden, da hier die Schale weicher ist.

Von Kürbissuppe bis Kürbiskuchen

Baby Bear ist wie der Name schon vermuten lässt, eine kleine, runde Sorte mit einer dunkelorangenen Schale und gelbem Fruchtfleisch. Allerdings ist die Schale sehr hart, wodurch sich diese Art ebenfalls gut zum Schnitzen eignet. Entweder holt ihr das Fruchtfleisch heraus oder schält ihn. Mit seinem eher süßlichen Geschmack wird diese Sorte häufig für Süßspeisen, wie Konfitüren oder Kürbiskuchen verwendet.

Gefüllter Butternut-Kürbis
Gefüllter Butternut-Kürbis

Butternut: Ist eine birnenförmige Sorte und hat eine blass-gelblich, glatte Schale. Das süßlich-nussige Fruchtfleisch hat relativ wenige Kerne, eine cremige Konsistenz und lässt sich daher leicht pürieren. Mit einem hohen Fettanteil und einem feinen Butteraroma, kann der Kürbis roh in Salaten genossen werden. Aufgrund seiner Birnenform kann der Butternut besonders gut befüllt und im Ofen gegart werden.

Der Muskatkürbis gehört zu den größten Sorten und kann bis zu 18 KG schwer werden. Diese Sorte besitzt eine gerippte Schale, die sich im Reifeprozess von Grün zu Orangebraun verfärbt. Das gelb- bis orangefarbene Fruchtfleisch eignet sich besonders gut zur Weiterverarbeitung. Mit seinem süß-fruchtigem Geschmack, welches sehr an Muskatnuss erinnert, wird diese Sorte bevorzugt zu Kompott oder Kuchen verarbeitet.

Die Sorte Buttercup hat eine feste, dunkelgrüne Schale und innen orangefarbenes Fruchtfleisch, welches leicht nussig schmeckt und an den Geschmack von Esskastanien erinnert. Häufig sind die Kürbisse eher kleiner, rundlich und flach. Die Schale dieser Art ist hart, deshalb ist es einfacher diese Sorte ohne Schale zu genießen. Ideal zum Befüllen, für Aufläufe oder zum Backen.

Als Dekoration zu Halloween

Early Harvest Halloween-Kürbis
Early Harvest Halloween-Kürbis

Groß, orange und rund geformt – so muss ein Halloween-Kürbis sein. Gut geeignet sind Sorten wie Rocket, Aspen oder Early Harvest – da die Schalen nicht ganz so hart sind und eignen sich daher gut zum Schnitzen. Dabei müssen es nicht immer orangene Sorten sein. Setzt doch einfach mal Kontraste und verwendet weiße oder grüne Sorten, wie zum Beispiel Lumina. Das Fruchtfleisch kann nach dem Aushöhlen weiter zur Kürbissuppe verarbeitet werden.

Trend-Getränk: Pumpkin Spice Latte

Herzhafte Rezepte mit Kürbis kennt jeder, aber wie wäre es mit einem köstlichen Heißgetränk mit Kürbis? Passend zur Kürbis-Saison köönt ihr es euch mit einem leckeren Pumpkin Spice Latte auf dem Sofa gemütlich machen. Das beliebte würzig-süße Kaffe-Getränk aus Amerika erfreut sich auch hier immer wachsender Beliebtheit. In Cafés wird das herbstliche Heißgetränk teuer verkauft, dabei kann man das Getränk ganz einfach zu Hause selbst machen, ohne dafür viel Geld auszugeben. Wir zeigen euch, welche Zutaten ihr für das Herbst-Trendgetränk benötigt.

Pumpkin Spice Latte
Pumpkin Spice Latte

Für die Zubereitung eignet sich Hokkaido-Kürbis am besten, da du ihn nicht schälen musst und er durch sein Geschmackaroma ideal fürs Herbstgetränk passt. Alternativ kannst du auch fertiges Püree im Supermarkt kaufen. Entscheidest du dich für die selbstgemachte Variante, kannst du nicht genutztes Püree portionsweise einfrieren und nach Bedarf erneut für ein weiteres Getränk nutzen.

Zutaten

Für den Pumpkin Spice Latte

  • 1 EL Kürbispüree (Butternut oder Hokkaido)
  • 250 ml Milch oder pflanzliche Alternative
  • 1 frischer Espresso
  • ¼ TL Vanille-Paste
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • ½ TL gemahlene Gewürznelken
  • 1 TL Ingwersirup
  • 1 Prise Muskatpulver
  • 1-2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft

 

Zubereitung

Als Erstes muss das Kürbispüree hergestellt werden. Hierfür den Kürbis halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Beide Hälften auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 200 Grad Celcius 45 – 60 Minuten backen. Sobald das Kürbisfleisch weich ist, die Hälften aus dem Backofen holen und zum Abkühlen beiseitelegen. Anschließend das Fleisch mit einem Esslöffel herauskratzen und mit etwas Wasser zu einem cremigen Mouse pürieren.

Das alles geht auch ohne Backofen: Den Kürbis in Stücke schneiden und in einen Kochtopf geben. Wasser hinzufügen, bis der alle Stücke mit Wasser bedeckt sind. Alles aufkochen und ca. 30 Minuten weich kochen. Das Wasser anschließend abgießen und den Kürbis mit einem Pürierstab im Topf pürieren.

Die Gewürzmischung mit 1/4 TL Vanille-Paste und 1 TL Ingwersirup in einer kleinen Schüssel gut vermengen. Hier könnt ihr auch größere Mengen anmischen, um sie für den nächsten Pumpkin Spice oder zum Würzen beim Backen verwenden. Pro Portion 1 Esslöffel Gewürzmischung mit etwas Agavendicksaft zu einem zähflüssigen Sirup vermischen. Dabei richtet sich die Menge des Agavendicksafts nach deinem persönlichen Geschmack. Einen Esslöffel des Kürbispürees zum Agavendicksaft mischen, bis eine homogene Masse entsteht.

Anschließend die Milch erwärmen und mit einem Milchaufschäumer schaumig geschlagen. Für die vegane Ernährung eignen sich hier Pflanzenmilch wie Soja-. Mandel-, oder Hafermilch. Die Barista Varianten der Sorten eignen sich besser zum aufschäumen. Eine Tasse frisch gebrühten Espresso und den Gewürz-Sirup zur Milch geben.

Soll das Getränk so reichhaltige wie im Café sein, könnt ihr ein wenig Schlagsahne drüber geben. Als Topping eignet sich ebenfalls eine Zimtstange, Zimtpulver oder Karamell-Sirup.

Wir wünschen viel Spaß beim Zubereiten und lasst es euch schmecken!

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