8 Bremer Feinkost Spezialitäten, die du kennen solltest

Die wundervolle Hansestadt Bremen hat eine bemerkenswerte Kaufmanns- und Handelsgeschichte. Durch die direkte Lage an der Weser konnten sowohl auf dem Land- als auch auf dem Flussweg frühzeitig Waren in die Hansestadt und auch wieder hinaus geliefert werden. Dabei entwickelte sich Bremen zu einer Drehscheibe für Handelsleute und Waren in Norddeutschland. Auch heutzutage ist der Handel und hanseatische Gedanke ein fester Bestandteil der Bremer Kultur und Mentalität. Durch die Handelsvielfalt wuchs natürlich auch die Bremer Handwerkskunst und Spezialitäten sind entstanden. Rezepte wurden durch Generationen am Leben erhalten, sodass wir auch noch heute legendäre Bremer Spezialitäten genießen dürfen. In diesem Blogbeitrag möchten wir euch ein paar dieser Besonderheiten aus der Hansestadt Bremen vorstellen.

1. Süßer Klassiker: Bremer Kluten

Die Bremer Kluten gehören zu Bremen wie die Bremer Stadtmusikanten und sind auf dem legendären Bremer Freimarkt, dem Weihnachtsmarkt oder auch im Einzelhandel zu finden. Die Kluten bestehen aus einem feinen, zart schmelzenden Pfefferminz Fondant und sind hauchdünn mit Zucker kandiert. Zur Hälfte werden die Kluten außerdem mit einer Zartbitterschokolade umhüllt. Durch das Äußere kann man schon einmal den Vergleich zu Dominosteinen ziehen. Auf jeden Fall etwas Besonders für Pfefferminzliebhaber und sehr empfehlenswert.

Hier geht’s zu den Bremer Kluten.

   

2. Bremer Knüppel und die Sage um die Stadtmusikanten

In Bremen erzählt man sich, dass die Räuber aus dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ gerade einen Bremer Knüppel essen wollten, als die vier Stadtmusikanten kamen und aus ihrem Haus verscheuchten. Daraufhin genossen die vier Stadtmusikanten die rustikale Köstlichkeit.

Der Bremer Knüppel im traditionellen Seemannsack wird nach alt überlieferten Bremer Rezepten rund um die Söge- und Knochenhauerstraße aus reinem Schweinefleisch und edlen Gewürzen hergestellt. Daher wird diese Spezialität aus dem Herzen Bremens oft als originelle Geschenkidee verwendet.

Hier geht’s zum Bremer Knüppel aus dem Sack.

   

3. Schnoorkuller aus dem Schnoorviertel

Das Schnoorviertel ist bekannt für seine engen, mittelalterlichen Gassen und befindet sich in der Bremer Innenstadt. Für Touristen besonders aus Übersee ist der Besuch ein Pflichtprogramm. Das wunderschöne Viertel gilt als Herzstück von Bremen. Und in genau diesem Viertel liegt auch das kleine Café des Konditormeisters Rudolf Dövener. Die köstliche Gebäckspezialität besteht aus zartem Nussbaiser mit cremiger Nought-Cremefüllung und ist von feiner Vollmilchschokolade und frisch gerösteten, gemahlenen Haselnüssen umhüllt. Lecker oder? Ein wahrer Geheimtipp für Naschkatzen.

Hier geht’s zu den Bremer Schnoorkuller.

   

4. Bremer Grünkohl und die Kohlfahrten

Der Grünkohl – oder auch friesische Palme genannt- wird bereits seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland genossen. Er hat also schon eine lange Tradition bei uns auf den Tellern. Meistens beginnt die Grünkohl-Saison sobald die Temperaturen fallen. Die Kälte führt nämlich dazu, dass Enzyme geblockt werden, die den Zuckergehalt reduzieren würden. Somit wird die Pflanze bei kühlen Temperaturen und Frost süßlich-herb und bekommt ihren typischen Geschmack. Frost braucht das Gemüse übrigens nicht zwangsweise, da durch die Photosynthese auch bei kühlen Temperaturen und Sonnenschein Zucker entsteht. Trotzdem startet die Grünkohl-Saison typischerweise nach dem ersten Frost. Übrigens, kälter als -12 Grad sollte es auch nicht werden, denn das ist dann doch etwas zu kalt für die Pflanze.

Die traditionelle Genussweise in Bremen

Grünkohl wird in Bremen auch Braunkohl genannt, da sich beim Kochen das Gemüse die Farbe etwas verliert und eine bräunliche Note bekommt. Besonders gerne wird in Bremen der Grünkohl mit Kartoffeln und der traditionellen Pinkel serviert, eine Grützwurst bestehend aus Gerste, Schweinefleisch, Hafer und Speck. Aber auch eine leckere Kochwurst oder ein Stück Kasseler sollte nicht fehlen.

Mit der Kohlfahrt zum Grünkohlessen

In Bremen gibt seit dem 19. Jahrhundert es auch die traditionellen und feuchtfröhlichen Kohltouren. Dabei versammeln sich Freunde oder Kollegen zu einer Kohlfahrt, bei der man dann gemeinsam mit Spielen, Snacks, Alkohol und Bollerwagen zu einem Grünkohl-Restaurant pilgert. Besonders im Winter sind in Bremen und im Umland unzählige Kohltouren zu beobachten.

Hier geht’s zum Bremer Grünkohl.

   

5. Rustikales Bremer Knipp

Wo wir schon bei dem Thema deftiges Essen sind müssen wir natürlich auch das Bremer Knipp erwähnen. Zugeben, wenn man es noch nie probiert hat, klingt Knipp vielleicht etwas speziell: Im originalen Rezept wird für die Hackgrütze im Regelfall Schweinskopf, Schweinebauch, Schwarte, Rinderleber sowie Brühe verwendet. Zu dem gebratenem Knipp gibt es Bratkartoffeln sowie eine saure Gewürzgurke.

Unser Heidschnucken-Knipp wird etwas anderes hergestellt. Wir verwenden saftiges Fleisch von der Heidschnucke, eine genügsame Schafrasse aus der Lüneburger Heide. Das Fleisch wird dabei in einem großen Kessel gekocht, grob gewolft und mit Zwiebeln, Pfeffer und Piment abgeschmeckt. Das Knipp muss dann vor dem Verzehr angebraten werden und darf gerne mit Bratkartoffeln und einer Gewürzgurke genossen werden.

Hier geht’s zum Heidschnucken-Knipp.

   

6. Ahoi Labskaus!

Durch die direkte Lage Bremens an der Weser und der fortlaufenden Besuche von Seefahrern ist auch Labskaus zu einem traditionellem Bremer Gericht geworden. Dabei wird das Labskaus aus Überlieferungen alter Seemannsrezepte aus bestem gepökeltem Rindfleisch und Kartoffeln hergestellt. Nach dem Erhitzen wird ein Spiegelei darauf gelegt. Labskaus kann zusätzlich mit Roter Bete, einer Gewürzgurke und einem Rollmops genossen werden.

Hier geht’s zum Labskaus.

   

7. Schon von Seemännern geliebt: Der Bremer Klaben

Besonders in der Winterzeit ist der Bremer Klaben eine herrliche Spezialität mit jahrhundertelanger Tradition. Denn damals verließen im Vegesacker Hafen die Segelschiffe mit einem ganz besonderem Proviant den Weg Richtung Meer – das handgebackene Rosinenbrot. Ein großer Pluspunkt vom Bremer Klaben war damals bereits dass er den Seeleuten auch nach Monaten auf See sehr gut schmeckte und gleichzeitig Erinnerungen an die ferne Heimat weckte. Noch heute wird der Klaben nach traditionellem Rezept gebacken, bestehend aus frischer Butter, Sultaninen und Sukkade, verfeinert mit etwas Wein und Rum.

Besonders gut schmeckt die Spezialität aus Bremen mit Butter oder Clotted Cream. Schneidet hierzu einfach den Klaben in Scheiben und genießt ihn bei einem köstlichen Kaffee oder Tee.

Hier geht’s zum Bremer Klaben.

   

8. Bremer Kaffeebrot

Last but not least – das Bremer Kaffeebrot. Die alte Bremer Gebäckspezialität wird von echten Bremern beim Tee und Kaffee genossen. Dabei wird das Gebäck in den Kaffee oder Tee gestippt. Daher hat das Brot auch seinen Namen bekommen, da es nicht mit Kaffee hergestellt, jedoch zum Kaffee oder Tee verzehrt wird. Die Kaffeebrote aus Bremen haben übrigens einen süßlichen Geschmack, da sie mit flüssiger Butter bestrichen und mit Zimtzucker bestreut werden. Danach wird das Kaffeebrot im Backofen als Zwieback geröstet.

Hier geht’s zum Bremer Kaffeebrot.

   

 

Und, habt ihr schon alle Bremer Spezialitäten probiert? Köstlich, oder?
Kennt ihr noch weitere leckere Spezialitäten oder habt ihr noch Feedback für uns? Schreibt uns gern ein Kommentar.

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