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Schwarzer Tee - Was Sie über den Klassiker wissen müssen

Schwarzer Tee

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Schwarzer Tee gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Teesorten. Durch die vielen unterschiedlichen Sorten wie Darjeeling, Assam, Ceylon, Ostfriesentee, Englische Tees oder aromatisierte Tees und viele mehr ist für nahezu jeden Geschmack etwas dabei.

Unter Schwarzem Tee verstehen Tea-Taster Blatt- und Broken Teesorten, die durch eine behutsame Herstellungsweise mit viel Handarbeit (Orthodox) oder größtenteils maschinell (CTC) hergestellt werden.

Der Schwarze Tee wird das ganze Jahr über gepflückt: von Februar – April „First Flush“ mit einem milden Aroma, von Mai – Juli „Second Flush“ mit einem kräftigen Aroma und von Oktober-Dezember „Autumnal“ mit einem mild-würzigen Aroma. Die Teesorten der einzelnen Anbaugebiete unterscheiden sich in Geschmack und Aussehen.

Ziehzeit von Schwarzem Tee

Allgemein existiert der Mythos, die Ziehzeit beeinflußt den Koffeingehalt im Schwarztee. Eine Ziehzeit von bis zu 5 Minuten soll anregend wirken, darüber wirkt der Tee beruhigend. Dies ist allerdings nur zum Teil richtig. Die Menge des Koffeins im Schwarzen baut sich nicht plötzlich durch die längere Ziehdauer wieder ab. Da das enthaltene Koffein sehr leicht löslich ist, gehört es zu den ersten Substanzen die von den Teeblättern in das Wasser übergehen. Bereits 2-3 Minuten reichen aus, um das Koffein vollständig in den Aufguss übergehen zu lassen. Die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe und Tannine brauchen hingegen länger um sich vollständig lösen zu können. Diese binden das im Koffein im Tee. Der Koffeingehalt variiert also nicht durch die Ziehdauer, vielmehr unterscheidet sich die Wirkung durch die gelösten Gerbstoffe. Allerdings sollte ein Schwarzer Tee nicht mehr als 5 Minuten ziehen, da dann zu viele Gerbstoffe in den Aufguss übergehen und der Tee bitter schmeckt. 


Wieviel Koffein steckt im Schwarztee?

Grundsätzlich ist im Schwarzen Tee mehr Koffein zu finden als im Kaffee. Eine Kaffebohne enthält ca. 2% Koffein, die gleiche Menge Tee 1-5%. Da allerdings für den Kaffee pro Liter deutlich mehr Kaffeepulver verwendet werden muss als beim Tee, enthält die klassische Kaffeetasse rund die doppelte bis dreifache Menge an Koffein. Das Koffein im Tee, auch Teein genannt, wirkt jedoch anders. Durch die stärkere Bindung an andere Stoffe im Tee, wirkt das darin enthaltene Koffein langsamer, kontinuierlicher und verzögerter. Teetrinker sind daher meist weniger nervös als Kaffeetrinker. Auch die Ziehzeit entscheidet über die Wirkung und den Koffeingehalt. Je länger der Tee zieht, umso mehr Gerbstoffe können sich lösen und das Koffein binden. Das Koffein wirkt sanfter und schleichender, aber auch dementsprechend länger. Lässt man den Tee nur kurz ziehen, wirkt er daher lediglich anregend und wachmachend.


Wie wird Schwarzer Tee hergestellt?

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Schwarzer Tee und Grüner Tee stammen beide von der gleichen Teepflanze: Camellia sinensis. Erst die Weiterverarbeitung der Blätter entscheidet zwischen Grünem oder Schwarzen Tee. Beim Schwarzen Tee werden die Teeblätter im Gegensatz zum Grünen Tee fermentiert (Der Zellsaft reagiert mit Sauerstoff, dieser Prozess wird chemisch als Oxidation bezeichnet). Der Tee wird bereits im Ursprungsland aufbereitet und als fertiges Produkt exportiert. Anders als z.B. beim Kaffee, der meist als Rohprodukt exportiert wird und erst im Verbrauchsland durch die Röstung weiterverarbeitet wird. In den höher liegenden, kühleren Anbaugebieten wächst der Tee langsamer. Das verleiht dem Tee einen feineren und aromatischeren Charakter. Die Erntezeit hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität. Bei der Herstellung von Schwarztee wird zwischen zwei Herstellungsmethoden unterschieden, der traditionellen Orthodoxen Methode und der kostengünstigeren CTC-Methode:


Orthodoxe Produktion:

Nach dem Pflücken der Teeblätter und dem Welken werden die Blätter „gerollt“, so werden die ätherischen Öle freigesetzt und die Zellwände aufgebrochen. Darauf folgt die Fermentation. Durch die feuchte, warme Luft können sich die Öle entfalten und dem Schwarzen Tee sein typisches Aroma geben. Wichtig ist hierbei eine konstante Temperatur von 30°C um einen „vebrannten Geschmack“ oder den Abbruch der Fermentation zu verhindern. Die Fermentation kann abgeschlossen werden, sobald die Blätter eine kupferrote Farbe und den typischen Geruch angenommen haben.

Zum Abschluss werden die Teeblätter rund 20 Minuten bei 85° C getrocknet, so können Inhaltsstoffe und Geschmack konserviert werden. Nun werden die fertigen Teeblätter nach Größe bzw. Blattgrad getrennt: Blatt-Tee, Broken-Tea, Fannings und Dust. Die Produktion erfolgt im Wesentlichen in sechs Arbeitsschritten: pflücken, welken, rollen, fermentieren, trocknen und sortieren.


CTC-Produktion:

Die CTC-Produktion verläuft im Vergleich zur Orthodoxen Produktion5959_65361 schneller, einfacher und effektiver. Hierbei entstehen in erster Linie Fannings. CTC-Tees sind meist kräftiger und intensiver als orthodox produzierte Schwarztees und eigenen sich insbesondere für Aufgussbeutel.Nach dem Pflücken und Welken folgt der entscheidende Unterschied zur orthodoxen Produktion: CTC steht hierbei für Crushing, Tearing und Curling (zerdrücken, zerreißen, rollen).Die Blätter durchlaufen eine Maschine, die die Blätter zerdrückt um die Zellwände aufzubrechen, danach werden die Blätter in feine Teilchen zerrissen und als dritten Schritt gerollt.Hierbei werden die Zellen gründlicher und schneller aufgebrochen als bei der orthodoxen Herstellung. Dies alles geschieht maschinell.Da durch die CTC-Produktion die Angriffsfläche für die Luft größer ist, findet die Oxidation bereits in der Maschine statt. Im nächsten Schritt wird der Tee mit Heißluft getrocknet und die Fermentation dadurch gestoppt.

Darjeeling Schwarztee

5955_65291Zweifelsohne gehört der Darjeeling Tee zu den bekanntesten und rennomiertesten Schwarzteesorten.
Im Norden von Indien, an den Südhängen des Himalaya-Gebirges, liegen um die Stadt Darjeeling die Teegärten in Höhenlagen bis zu 2.800 Metern. Die Landschaft ist malerisch schön und die grünen Hügel vor der Bergkette des Himalayas ein einmaliger Anblick, den kein Reisender je vergessen wird. Hier entsteht der Schwarze Darjeeling Tee. Darjeeling Tee ist für Teetrinker in Deutschland der Inbegriff für höchsten Teegenuss. Die Ernten von den Vorbergen des Himalayas haben in diesem kleinen Distrikt von Ende Februar/Anfang März (First Flush) über Second Flush, bis hin zu Autumnal beste Qualitäten.

Während der langen Winterpause, in der Zeit von November bis Ende Februar/Anfang März, haben die Teepflanzen genügend Zeit, sich ausgiebig zu erholen und zu entwickeln. Dabei wachsen die Teeblätter nur sehr langsam und behutsam und können durch die intensive Sonneneinstrahlung ihr feines und blumiges Aroma voll entwickeln. 


Aromatisierter Schwarzer Tee

Neben den klassischen Schwarzen Tees existieren auch viele verschiedene aromatisierte Schwarztees. Der Geschmacksvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Ob Schwarzer Tee mit Zitrone, Johannisbeeren, Vanille, Marzipan, Sonnenblumenblüten oder Papaya. Aromatisierter Schwarztee ist eine köstliche Alternative und dabei gleichzeitig gesund und erlebnisreich. Experimentieren Sie doch einmal mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen und entdecken Sie Ihren Lieblingstee.


Koffeinfreier Schwarzer Tee

Aufgrund des Koffeingehaltes ist Schwarzer Tee nicht für Jedermann und zu jeder Zeit geeignet. Es gibt allerdings auch Entkoffeinierte Schwarztees. Hier wird das Teeblatt zunächst mit Wasser oder Wasserdampf befeuchtet. Danach wird durch die Behandlung des feuchten Teeblattes mit Kohlendioxid das Koffein isoliert und extrahiert. Durch Dämpfen wird das feuchte Teeblatt wieder vom Kohlendioxid befreit und anschließend getrocknet. Dieses Verfahren wird sowohl für Entkoffeinierten Schwarzen Tee als auf für koffeinfreien Grünen Tee angewandt. 


Earl Grey Tee

Ein absoluter Klassiker unter den Schwarztees ist der Earl Grey. 
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Hierbei handelt es sich um einen aromatisierten Schwarzen Tee mit Bergamotte Öl. Das gibt dem Tee den typischen, zitrusfruchtigen Geschmack. Der Tee wird je nach Herstellung mit Bergamottöl oder Bergamotte-Aroma verfeinert. Je nach Qualität des eigentlichen Tees fällt auch der Geschmack aus. Wie beim „klassischen“ Schwarzen Tee gibt es unterschiedliche Earl Greys aus verschiedenen Anbaugebieten oder als Mischung. Der Legende nach soll Charles Grey, 2. Earl Grey, aus der Grafschaft Northumberland in England, den Tee bei einer seiner Reisen nach China entdeckt haben. 1833 fuhr er per Schiff von einer Expeditionsreise von China zurück nach England. Mit an Bord hatte er kostbaren Schwarzen Tee und Bergamotteöl. Durch einen starken Sturm geriet die Ladung durcheinander, so vermischte sich auch der Tee mit dem ausgelaufenen Bergamottöl. Bei der Ankunft in England entschied Lord Grey den vermeintlich verschmutzten und unbrauchbaren Tee doch noch zu probieren.
Zu unserem Glück – Er war überrascht vom Geschmack der zufällig entstandenen Mischung.






 

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